Mondmagie

Mondnacht

Es war, als hätt’ der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt‘.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis’ die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

Joseph von Eichedorf

Seit jeher verbinden wir die Mondin mit Magie, Mystik, Kunst, Poesie, Sehnsucht und Weiblichkeit. Die Balance zur Mondin, der männliche Aspekt, ist die Sonne. Die Sonne als männliches Prinzip der Aktivität, Kraft, Expansion, Feuer und Dynamik bestrahlt die Mondin als weibliches Prinzip der Passivität, Fülle, Introversion, des Wasser und des Aufnehmens. Die lunaren Kräfte können wir nicht machen, wir können sie empfangen. Luna, die Mondin, ist wie ein Gefäss, dass die kosmischen und solaren Kräfte aufnimmt und über die Erde und ihre Bewohner*innen giesst. Man sagt auch, sie sei die Gemahlin aller Sterne. Sie ist ein Sinnbild des ewigen Kreislaufes: Leben, Tod, Übergang, Leben, Tod, Übergang – sie kommt immer wieder und verbindet Unterwelt mit der Oberwelt in der Stille der Nacht. In der Stille der Nacht haben auch wir die Möglichkeit still zu werden und unserer inneren Stimme zu lauschen.

Vollmondin

Es ist das kraftvoll weibliche, dass die Menschen einerseits ängstigt und anderseits fasziniert. Denn wir alles fühlen irgendwo in uns, dass die Webilichkeit ein grosses Mysterium der Weiseheit ist, dass alles Zyklisch ist und darin eine tiefe Weisheit verborgen liegt, dies sich in dieser Zeit mehr und mehr wieder zeigt. Es ist auch die Nacht, die unsere Sehnsucht weckt. Der Blick in den Sternenhimmel, der in uns ein zartes Gefühl von Sehnsucht und Heimweh weckt.

Alle alten Kalender, zB. der Mayas oder Ägypter, richten sich nach dem Mond. Die alten Kulturen haben verstanden, was Zeit nicht linear, sondern zyklisch ist. Daher richteten sie sich nach der Mondin. Dies ergibt einen Kalender, der im natürlichen Flow der Zyklen ist. Das Zyklische ist eine grosse Weisheit der Mondin. Auch wir entfalten und entwickeln uns nicht linear, sondern zyklisch. Unsere Themen kommen immer wieder zu uns und so können wir nochmals lernen, nochmals entwickeln, noch weiser werden.

Die Mondphasen

Je nach Mondphasen unterscheiden sich die Rituale und Meditationen, die wir in der Verbindung zur Mondin durchführen: Hier gebe ich dir einen Überblick, was für Themen sich zur Bearbeitung eigenen für welche Phase.

Das erste Viertel des Mondzyklus

Mond

Der Mondzyklus beginnt jeweils bei der Neumondin und dauert 28 Tage. In diesem ersten Viertel geht vor allem um folgende Themen:

  • Geburt
  • Neubeginn
  • Willenskraft
  • Gefühle

Das zweite Viertel des Mondzyklus

Mit der zunehmenden Mondin wächst auch deine Magie und deine Kraft mit ihr. Die Rituale des Neumondes beginnen sich in dieser Phase zu kräftigen. In diesem zweiten Viertel geht vor allem um folgende Themen:

  • Wachstum
  • Aktivierung der Selbstheilungskräfte
  • Lebensenergie stärken
  • Neues pflanzen
  • Entwicklung
  • Verwirklichung deiner Ideen

Das dritte Viertel des Mondzyklus

Mit der Vollmondin ist der Höhepunkt eines Zyklus’ erreicht. Da die Mondin nun in Opposition der Sonne ist, kann es schön sein, die Sonnengötter mit ein zu beziehen. In dritten Viertel geht vor allem um folgende Themen:

  • Kraft
  • Visionen
  • Tiefe
  • Erfüllung
  • Authentischer Selbstausdruck
  • Selbstverwirklichung
  • Manifestation

Das vierte Viertel des Mondzyklus

Bereits 1.5 Tage nach der Vollmondin nimmt der Mond wieder ab. Das vierte Viertel beginnt 7 Tage nach der Vollmondin. Im vierten Viertel geht vor allem um folgende Themen:

  • Was fehlt in diesem Zyklus noch
  • Loslassen
  • Last abgeben, Fremdenergien loslassen, energetische Reinigung
  • Neuordnung
  • Gefühle
  • Vergebung
  • Reflexion, Einsicht und Erkenntnis
  • Abschiede
  • Körper entgiften

Um dir Kraft unserer Rituale und Meditationen zu stärken und zu vervielfältigen, haben wir diverse Unterstützungen, die wir beiziehen können. Davon möchte ich dir gerne einige Göttinnen, deren Kraft du rufen kannst und passende Heilsteine vorstellen. Die Heilsteine kannst du auf deinem Körper auflegen oder bei der Meditation in deiner Nähe haben.

Die Mondgöttinnen und Mondgötter

Mond

Die Mondin wird seit Menschengedenken angebetet und verehrt. Entsprechend hat fast jede Kultur der vorchristlichen Zeit, mindestens eine Mondgöttin. Jede Mondgöttin hat eine charakteristische Ausprägung. Die Mondgöttinnen sind meist die Partnerinnen der Sonnengötter und bilden so eine Balance des kosmischen männlich-weiblichen-Prinzipes. Sie gelten als die schönsten Göttinnen überhaupt.

Die Mondphasen zeigen die Aspekte der Dreifachen Göttin: Jungfrau, Mutter und alte Weise. Darin liegt die Weisheit des Lebenszyklus’ und es zeigen sich unsere drei Lebensphasen.

Eine Auswahl an Göttinnen nach Mondphasen

Neumondin: Cerridwen, Rhiannon, Diana, Artemis

Zunehmde Mondin: Brigid, Freya, Luna, Minvera

Vollmondin: Demeter, Arianrhod, Aphrodite, Selene, Lakshmi, Isis

Abnehmende Mondin: Morgain le Fay, Kali, Baba Jaga

Heilsteine für die Gestirne

Mond

Mondin

Bergkristall: Für Vollmondrituale, bringt Klarheit, Reinigung, Erhöhung des Bewusstseins, fördert Intuition

Selenit: Für den ganzen Mondzyklus, reinigt unsere Aura und stärkt unser innere Licht, Aufstiegsstein, fördert Klarheit und Weisheit

Mondstein: Für den ganzen Mondzyklus, fördert die Weiblichkeit, Intuition, Hingabe, Geduld, Fürsorge, Liebe

Schwarzer Turmalin: Für den ganzen Mondzyklus, er ist der Schutzstein schlechthin.

Amethyst: Für den ganzen Mondzyklus, fördert die Intuition und Medialität (3. Auge), hilft, neue Gewohnheiten zu manifestieren, Schlafstein (gut im Bett zu haben)

Lapislazuli: Für den ganzen Mondzyklus, fördert und reinigt das Halschakra und das 3. Auge, bereinigt karmische Themen, stärkt unsere Intuition, unsere innere Stärke und natürliche Autorität sowie unsere Heilkräfte

Rauchquarz: Für den ganzen Mondzyklus, fördert Lebensfreude, zeigt uns Illusionen auf, mindert Ängste und Selbstzweifel sowie Trauer.

Sonne

Bernstein: Fördert Leichtigkeit, Kindlichkeit, Offenheit, Freiheit, löst Trauer und schwere Emotionen

Pyritsonne: Bringt Selbsterkenntnis, fördert Struktur im Alltag, hilft bei Süchten, Ängsten und Depressionen

Sterne

Eisen-Meteorit: Fördert Tatendrang und Lebenssinn, das Transzendente und die Intuition, Durchhaltevermögen, Begeisterung, bringt Klarheit und innere Freiheit

Deine persönliche Mondpriester*innen-Initiation

In dieser Meditation führe ich dich durch eine innere Reise zur Mondin. Dort begegnest du der Mondgöttin und erhälst deine Mondinitiation. Du findest die Reise auf Youtube:

Blogcast – hören statt lesen? Hier gehts lang…

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